Gärtnern ist in. Immer mehr Menschen besinnen sich wieder zurück auf die Natur, arbeiten in ihrem eigenen Garten, achten auf eine natürliche Gartenhaltung, können dort Ihren Alltag vergessen und entspannen. Dazu gehört auch, den eigenen Garten – egal wie groß oder klein – zu nutzen, um dort Gemüse, Obst und Kräuter anzupflanzen.

Zum Glück nimmt das Umweltbewusstsein immer weiter zu und so wird es den Menschen immer wichtiger, auf saisonale und lokale Produkte zu achten. Der Weg von Obst, Gemüse und Co. in unsere Supermärkte ist oft lang, der CO2-Abdruck dabei groß. Pflanzt man selbst an, weiß man auch, wo die Nahrung herkommt. Auch das ist für viele entscheidend.

Das Hochbeet freut sich deshalb seit Jahren immer größerer Beliebtheit. Aus Stein, aus Holz, selbst zusammengezimmert, fertige Bausätze, eins, zwei oder gleich fünf Stück, im Garten, im Gewächshaus oder auf dem Balkon – alles ist möglich. Wir wollen Ihnen im Folgenden vorstellen, wie Sie ein Hochbeet anlegen können und was dabei zu beachten ist. Und natürlich kann hier unsere Aufmaß App smart to plan wieder hilfreich sein. Wie? Das verraten wir Ihnen!

Die Gestaltung des Hochbeets

Hinsichtlich der Gestaltung eines Hochbeets sind der Fantasie erst einmal keine Grenzen gesetzt. Sie können zu Bausätzen greifen, die meist einfacher aufzubauen, allerdings auch oft teurer sind. Sie können das Hochbeet aber auch selbst aus naturbelassenen Restbrettern, geflochtenen Weidenruten, Steinen oder sogar Blech bauen. Auch Form und Höhe können Sie selbst bestimmen, wobei Sie darauf achten sollten, dass Sie bequem und rückenfreundlich gärtnern können. Auch sollte das Hochbeet idealerweise im Südwesten stehen, um das lange Sonnenlicht dort optimal zu nutzen. Je nach beschienenen Sonnenstunden, fällt die Gemüse- und Kräuterauswahl unterschiedlich aus. Zudem sollte das Beet nicht zu windexponiert stehen.

Das Hochbeet vor Eindringlingen schützen

Ein enormer Vorteil des Hochbeets ist es, dass Sie Ihr Gemüse und Ihre Kräuter vor Schädlingen geschützt anpflanzen. Baut man Gemüse auf dem Boden an, wird man immer wieder mit Maulwürfen, Wühlmäusen und Schnecken zu kämpfen haben. Um das zu vermeiden, sollten Sie den Boden mit engmaschigem Drahtgitter auslegen, der etwa 10cm an den Seiten hochgezogen wird. Vor allem Einfassungen aus Holz sollten mit dicker Gewebefolie oder einer Noppenbahn ausgekleidet und mit Nägeln/Dachpappnägeln befestigt werden, damit es nicht so schnell verrottet. Zudem sollte der Untergrund eben sein, sodass das Wasser gleichmäßig abläuft.

Bepflanztes Hochbeet
Hochbeet aus Holz smart to plan zur Messung

Die Befüllung des Hochbeets

Praktisch ist es, dass das Hochbeet als eine Art Komposter eingesetzt werden kann und nicht das Gesamtvolumen mit hochwertiger Erde befüllt werden muss, was schnell sehr teuer wäre. Zudem haben die Bodenlebewesen in den Bodenschichten, die tiefer als 40-50cm sind, nicht genügend Sauerstoff zu Verfügung, sodass sie dort nicht überleben würden. Man kann sich bei der Befüllung an die einfache Regel halten: Nach oben hin wird das Füllgut immer feiner. Wollen Sie Gemüse anpflanzen, bietet sich bei einer Gesamthöhe von 80 cm etwa folgende Füllung an (von unten nach oben):

  • Grober Baum- und Strauchschnitt wie Äste und Zweige können etwa die ersten 20 cm ausmachen
  • Darüber kommen wieder rund 15-20 cm Häckselgut (nicht verrotteter Kompost, dünne Äste, Holz, Laub, Rasenschnitt)
  • Wenn vorhanden, können Sie darauf die für den Hochbeetstandort entfernte Grasnarbe umgekehrt einbauen
  • Es folgen 15 cm grober Kompost
  • und weitere 15 cm reifer Kompost
  • Den restlichen Platz bis zur Oberkante können Sie dann noch mit hochwertiger Gartenerde auffüllen oder aber Sie mischen diese direkt mit dem reifen Kompost

Vor allem die unteren Schichten sollten gut verdichtet werden, da der Verrottungsprozess den Inhalt absenkt. Nach etwa einem Jahr ist auch damit zu rechnen, noch einmal rund 10cm mit Gartenerde oder Gartenerde-Kompost-Gemisch nachzufüllen.

Das Hochbeet und die Jahreszeiten

Prinzipiell können Sie schon im Herbst das Hochbeet anlegen, aber auch der Mai ist noch nicht zu spät. Im März und April waren bereits die Frühlingsboten an der Reihe wie etwa Radieschen, Rucola, Spinat, Zwiebeln und Lauch. Im Mai folgen nun vorgezogene Jungpflanzen von Gurken, Zucchini, Paprika und beispielsweise Chilli. Auch der Kürbis kann vorgezogen bald ins Hochbeet ziehen – am besten am Rand, um über das Hochbeet zu ranken. Wenn Kohlrabi, Karotten und Tomaten noch nicht im Beet sind, wird es jetzt allerhöchste Zeit. Dasselbe gilt für Kräuter, die allerdings auch verteilt im Garten gepflanzt werden können.

Mischkultur im Gartenbeet

Gerade bei selbst angebautem Gemüse sollte man voll auf biologischen Pflanzenschutz setzen. Bestimmte Pflanzkombinationen schrecken etwa bestimmte Tiere ab oder reduzieren die Gefahr von Krankheiten. Deshalb bietet sich eine Mischkultur auch im eigenen Hochbeet an. Hier ein paar Tipps:

  • Kerbel vertreibt Ameisen, Schnecken, Läuse und Mehltau
  • Spinat vertreibt, neben Kopfsalat gepflanzt, Erdflöhe
  • Kohlarten mit Sellerie und dazwischen gepflanzten Tomaten bieten eine gute Abwehr gegen den Kohlweißling
  • Petersilie hilft, neben Erdbeere gepflanzt, gegen Schnecken
  • Basilikum neben Gurke und Zucchini bieten Schutz vor Mehltau
  • Knoblauch hat in Bezug auf Erdbeerpflanzen eine bakterizide sowie fungizide Wirkung
  • Indem Tagetes dazwischen gepflanzt werden, schützen Sie Kartoffeln vor Nematoden
  • Und eine der wohl beliebtesten Kombinationen sind Karotten und Zwiebelgewächse. Zwiebelgewächse vertreiben die Möhrenfliegen und die Karotten die Zwiebelfliegen

Die größten Vorteile im Überblick

Die Vorteile von Hochbeeten sind zahlreich. Das eigene Gemüse im Garten zu haben ist zweifelsfrei das Beste, was das Hochbeet bietet, aber auch andere Vorteile sollten nicht unerwähnt bleiben.

Hochbeete erlauben ein ergonomisches Jäten und sind Balsam für den Rücken. Die Höhe des Beets kann je nach Körpergröße selbst gewählt werden, wodurch ein Bücken vermieden wird.

Auch sind Gemüse und Co. vor Schädlingen geschützt, was die Ernte ertragreicher macht.

Egal wie fruchtbar der Boden im Garten ist – das Anpflanzen von Gemüse klappt im Hochbeet sicher, da die Bodenbeschaffenheit selbst optimiert werden kann.

Und was hat smart to plan nun mit dem Hochbeet zu tun?

Mit smart to plan können Sie ganz einfach die Fläche für ein Hochbeet ausmessen. Das hilft vor allem dabei, Holz zuzuschneiden und das Volumen für die Gartenerde und die Maße der Folie und des Drahts zu bestimmen. Dafür benötigen Sie nur unsere Aufmaß App, starten eine Messung und messen den Bereich, in dem Sie das Hochbeet anlegen wollen. Sie brauchen weder Zollstock noch Papier, sondern finden alle Informationen, die Sie benötigen, auf Ihrem Smartphone. Diese können Sie sogar im Baumarkt vorzeigen, um so Holz zuzuschneiden und die korrekte Menge an Erde zu kaufen – so einfach kann es sein!

Viel Spaß beim Anlegen Ihres Hochbeets!

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